Kurz gesagt
Eine Treppenraupe ist ein mobiles Gerät mit Raupenantrieb, das einen Rollstuhl Stufe für Stufe über eine Treppe bringt, ohne dass etwas ins Haus gebaut wird. Ein oberösterreichischer Händler nennt Preise ab etwa 4.500 Euro. Kärnten schließt mobile Hebehilfen von der Förderung ausdrücklich aus. Stand: Oktober 2026.
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Was eine Treppenraupe kann
Die Treppenraupe wird an den Rollstuhl oder an einen Spezialstuhl angekoppelt und fährt auf Raupenketten die Stufen hinauf oder hinunter. Eine Begleitperson führt sie und sichert sie. Es wird nichts in die Treppe geschraubt.
Das ist ihr Vorteil gegenüber jeder festen Lösung. Jede Fahrt braucht dafür eine zweite Person.
Wer sie braucht
Menschen im Rollstuhl, die ein- oder zweimal in der Woche eine Treppe überwinden müssen, zum Beispiel zur Wohnung im ersten Stock, zum Arzt ohne Lift oder zu den Angehörigen. Das Gerät nimmt den Pflegenden das Tragen ab.
Wer die Treppe täglich nutzt, ist mit einem Treppenlift, einem Plattformlift oder einem Hublift besser bedient, weil dann keine zweite Person nötig ist.
Kosten und Miete
Der Händler Emovatec in Oberösterreich schreibt, Treppensteiger starteten bei etwa 4.500 Euro. Das ist etwa der Preis eines geraden Sitztreppenlifts (laut unserer Auswertung 4.500 bis 8.500 Euro), nur kann damit niemand allein hinauffahren.
Zur Miete haben wir einen belegten Preis. Last Mile Systems in Leobersdorf (Niederösterreich) nennt für ein Gerät 94,80 Euro für einen Tag, 189 Euro fürs Wochenende, 425 Euro für sieben und 699 Euro für vierzehn Tage, jeweils inklusive Umsatzsteuer. Das Gerät wird vor Ort abgeholt und laut Angebot nur an Geschäftskunden vermietet, Familien können dort also nicht mieten. Care-Plus bietet Mietgeräte an, der Preis ist nur auf Anfrage zu erfahren.
Zuschuss
Die Länder fördern feste Umbauten. Kärnten fördert Treppenschrägaufzüge und fest verankerte vertikale Hebehilfen, aber keine mobilen Rampen oder Hebehilfen. Der Unterstützungsfonds des Sozialministeriumservice zahlt bis zu 6.000 Euro für Wohn- und Sanitärraumadaptierungen, Treppenlifte und weitere behinderungsbedingte Maßnahmen, abhängig von Einkommen und einem Grad der Behinderung ab 50 Prozent. Ob eine Treppenraupe darunter fällt, entscheidet die Landesstelle; der Antrag muss in jedem Fall vor der Anschaffung gestellt werden. Die Gesundheitskasse kann bei ärztlicher Verordnung nach ihrer Satzung zuzahlen, einen Anspruch gibt es nicht.
Alternativen
- Ein Treppenlift für gerade Treppen, mit Plattform auch für den Rollstuhl.
- Ein Plattformlift oder Hublift für wenige Stufen am Eingang.
- Ein Homelift, wenn die Treppe täglich und ohne Hilfe überwunden werden soll.
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Häufige Fragen
Was kostet eine Treppenraupe?
Der Händler Emovatec (Oberösterreich) schreibt, der Preis von Treppensteigern starte bei etwa 4.500 Euro. Nach oben streuen die Preise je nach Modell und Tragkraft. Fragen Sie beim Sanitätshaus oder Hersteller nach einem Angebot.
Kann man eine Treppenraupe mieten?
Ja, bei wenigen Anbietern. Last Mile Systems in Leobersdorf (Niederösterreich) vermietet ein Gerät für 94,80 Euro pro Tag inklusive Umsatzsteuer, 425 Euro für sieben Tage; Abholung vor Ort, laut Angebot nur an Geschäftskunden und nicht an Privatpersonen. Bei Care-Plus gibt es Mietgeräte auf Anfrage. Privatpersonen sollten beim Sanitätshaus nach Verleih fragen.
Wer braucht eine Treppenraupe?
Menschen, die im Rollstuhl sitzen und gelegentlich eine Treppe überwinden müssen, die sich nicht umbauen lässt, zum Beispiel bei Altbauten ohne Platz für einen Lift. Eine Begleitperson bedient das Gerät.
Zahlt die Sozialversicherung die Treppenraupe?
Einen festen Anspruch gibt es nicht. Die Gesundheitskasse kann bei ärztlicher Verordnung nach ihrer Satzung zuzahlen. Ob das für eine Treppenraupe gilt, haben wir nicht bestätigt; fragen Sie vor dem Kauf bei der ÖGK.
Wird eine Treppenraupe von den Ländern gefördert?
Kärnten fördert nur fest eingebaute Treppenschrägaufzüge und Hebehilfen und schließt mobile Rampen und Hebehilfen aus. Die anderen Länder fördern feste Umbauten; ob ein mobiles Gerät anerkannt wird, fragen Sie bei der Förderstelle.
Passt dazu
- Emovatec: Treppensteiger
- Last Mile Systems: Vermietung
- Land Kärnten: Wohnbauförderung Richtlinie 6
- Sozialministeriumservice: Unterstützungsfonds
Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle.