Kurz gesagt
Ein Homelift braucht nach deutschen Ratgebern etwa 0,8 bis 1,3 Quadratmeter Grundfläche und kommt bei einem Stockwerk oft ohne gemauerten Schacht aus. Einen Außenaufzug am Haus nachzurüsten kostet laut einem österreichischen Ratgeber 30.000 bis 50.000 Euro; belegte Preise für einen schachtlosen Homelift im Haus haben wir für Österreich nicht. Mehrere Bundesländer fördern den Einbau, die Höhe reicht von 3.000 Euro in der Steiermark bis zu 20.000 Euro in Kärnten. Stand: Oktober 2026.
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Was ein Homelift ist
Ein Homelift ist ein kleiner Personenaufzug für das Privathaus. Er fährt zwischen zwei Stockwerken und ersetzt die Treppe, wenn Sitzen auf einem Treppenlift nicht mehr geht oder wenn ein Rollstuhl im Haus gebraucht wird. Er wird meist beim Neubau eingeplant, lässt sich aber nachrüsten, solange irgendwo ein senkrechter Platz von der Größe eines Schrankes frei wird.
Platz und Schacht
Moderne Homelifte brauchen laut deutschen Ratgebern etwa 0,8 bis 1,3 Quadratmeter Grundfläche. Selbsttragende Bauarten kommen ohne gemauerten Schacht und ohne Grube aus und überwinden damit ungefähr ein Stockwerk, rund drei Meter. Reicht der Lift über mehrere Geschosse, ist ein Schacht üblich, mit bis zu 20 Metern Förderhöhe.
Der Platz entscheidet über Aufwand und Preis. Wer ihn im Bestand nur durch eine Deckenöffnung oder eine Anpassung des Treppenhauses gewinnt, sollte vor dem Angebot einen Statiker und den Anbieter gemeinsam zur Begehung bitten.
Was er kostet
Der österreichische Ratgeber Infina rechnet für einen nachgerüsteten Außenaufzug am Haus mit 30.000 bis 50.000 Euro (Stand Jänner 2026), dazu 200 bis 500 Euro Strom und rund 1.500 Euro Wartung im Jahr. Das gilt für einen Außenaufzug; für einen schachtlosen Homelift im Haus haben wir für Österreich keine belegte Zahl und nennen deshalb keine. Fragen Sie mindestens zwei Anbieter nach einem Angebot mit Montage und Abnahme.
Ein Sitztreppenlift für eine gerade Treppe liegt bei etwa 4.500 bis 8.500 Euro, ein Plattformlift für den Rollstuhl bei etwa 8.250 bis 16.000 Euro. Mehr dazu im Artikel Plattformlift und Hublift.
Förderung der Länder
- Niederösterreich nennt Behindertenaufzüge ausdrücklich. Das Land zahlt 4 Prozent der Kosten pro Jahr über zehn Jahre als Beitrag zur Rückzahlung eines Bankdarlehens, auf Kosten bis 78.000 Euro. Voraussetzung ist Pflegegeld ab Stufe 2 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit ab 55 Prozent.
- Kärnten fördert die Neuerrichtung eines Personenaufzugs im Eigenheim mit 50 Prozent, bei einem Deckel von 40.000 Euro förderbaren Kosten, also bis zu 20.000 Euro. Voraussetzung ist Pflegegeld ab Stufe 3 oder ein Facharztgutachten; der Antrag folgt nach dem Einbau.
- Salzburg fördert einen nachträglichen Personenaufzug mit 25 Prozent. Das gilt für Häuser mit drei oberirdischen Geschossen und eine Förderung bis 19.000 Euro. Registrieren Sie sich vor dem Auftrag.
- Steiermark zahlt für die Neuerrichtung eines Personenaufzugs als Einzelmaßnahme 30 Prozent von höchstens 10.000 Euro, also bis 3.000 Euro.
- Wien zahlt bis zu 75 Prozent, höchstens 11.250 Euro für alle Umbaumaßnahmen einer Wohneinheit zusammen.
Die übrigen Länder und die Bedingungen im Überblick stehen im Artikel Treppenlift Förderung Österreich; die Regeln für Aufzüge sind in manchen Ländern andere als für Treppenlifte, fragen Sie bei der Förderstelle nach.
Homelift oder Treppenlift
Der Treppenlift ist billiger und schneller montiert, setzt aber voraus, dass die Person sitzen und aufstehen kann. Der Homelift ist für Rollstuhlfahrer geeignet, kostet aber ein Vielfaches und greift in das Haus ein. Wer unsicher ist, lässt sich beide Lösungen anbieten.
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Häufige Fragen
Was kostet ein Homelift?
Der österreichische Ratgeber Infina nennt für einen nachgerüsteten Außenaufzug am Haus 30.000 bis 50.000 Euro (Stand Jänner 2026), dazu Stromkosten von 200 bis 500 Euro im Jahr und Wartung von rund 1.500 Euro im Jahr. Für einen schachtlosen Lift im Haus liegen uns keine belegten österreichischen Preise vor. Holen Sie Angebote ein, die Montage und Abnahme enthalten.
Braucht ein Homelift einen Schacht?
Selbsttragende Modelle kommen laut Ratgebern ohne gemauerten Schacht und ohne Schachtgrube aus und überwinden damit etwa ein Stockwerk, rund drei Meter. Für mehrere Stockwerke oder bis zu 20 Meter ist ein Schacht üblich.
Wie viel Platz braucht ein Homelift?
Die Ratgeber nennen 0,8 bis 1,3 Quadratmeter Grundfläche für Homelifte. Für einen Rollstuhl brauchen Sie eine größere Kabine, das bestimmt der Anbieter bei der Vermessung.
Welche Alternativen gibt es zum Homelift?
Ein Treppenlift für etwa 4.500 bis 8.500 Euro bei gerader Treppe, ein Plattformlift für den Rollstuhl oder ein Hublift für wenige Stufen. Welcher passt, hängt davon ab, ob die Person die Treppe sitzend nutzen kann.
Wird ein Aufzug im Eigenheim gefördert?
Teilweise. Niederösterreich nennt Behindertenaufzüge ausdrücklich, Kärnten fördert die Neuerrichtung eines Personenaufzugs im Eigenheim, Salzburg einen nachträglichen Aufzug, die Steiermark einen Personenaufzug mit 3.000 Euro. Die Details stehen unten.
Passt dazu
- Infina: Außenaufzug am Haus nachrüsten
- wohnglueck.de: Homelift, Infos und Kosten
- aroundhome.de: Senkrechtlift
- Land Niederösterreich: Eigenheimsanierung, Broschüre 2026
- Land Kärnten: Wohnbauförderung Richtlinie 6
- Land Salzburg: Wohnbauförderung Sanierung (RIS)
- Land Steiermark: Barrierefreies Wohnen, Richtlinie
Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle.