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Treppenlift

Plattformlift und Hublift: Kosten und wann sie passen

Stand: Oktober 2026 Mit 11 Quellen

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Kurz gesagt

Ein Plattformlift fährt schräg an der Treppe entlang und kostet in Österreich meist 8.000 bis 16.000 Euro, ein Hublift überwindet senkrecht bis etwa 1,8 Meter und kostet 8.000 bis 15.000 Euro. Beide kommen infrage, wenn jemand im Rollstuhl sitzt und nicht auf einen Sitz umsteigen kann. Die Werte sind Richtwerte aus wenigen Quellen. Stand: Oktober 2026.

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Zwei Geräte für denselben Zweck

Wer im Rollstuhl sitzt, kommt mit einem normalen Sitzlift nicht weit. Der Rollstuhl müsste am Treppenende stehen bleiben. Das Umsteigen auf den Sitz gelingt nicht jedem sicher. Für diesen Fall gibt es zwei Bauarten.

Der Plattformlift läuft wie ein Sitzlift auf einer Schiene an der Treppe, trägt aber statt des Sitzes eine Plattform, auf die der Rollstuhl samt Person fährt. Im Ruhezustand wird die Plattform hochgeklappt, damit die Treppe für andere frei bleibt.

Der Hublift (auch Rollstuhl-Hebebühne) fährt senkrecht. Er passt, wo statt einer langen Treppe eine kurze Höhe zu überwinden ist, zum Beispiel drei bis zehn Stufen vor der Haustür bis etwa 1,8 Meter.

Was die Geräte in Österreich kosten

Gerätüblicher BereichStreuung der Quellen
Sitzlift, gerade Treppe4.500 bis 8.500 Euro2.000 bis 12.000 Euro
Plattformlift, gerade Treppe innen8.250 bis 16.000 Euro6.000 bis 20.000 Euro
Hublift bis etwa 1,8 Meter8.000 bis 15.100 Euro4.500 bis 15.200 Euro

Alle Werte sind Bruttopreise in Euro und stammen aus österreichischen Händler- und Ratgeberseiten. Beim Plattformlift liegen nur vier Quellen vor, beim Hublift drei, eine davon von 2020. Die Zahlen geben also eine Orientierung und sind kein Angebot. In der Preisliste eines Händlers reichen die Rollstuhlhebebühnen eines Herstellers von 8.700 bis 15.228 Euro inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer.

Eine kurvige Treppe verteuert den Plattformlift deutlich. Eine Ratgeberseite nennt dafür 14.000 bis 22.000 Euro und mehr. Wer den Lift im Freien braucht und ein ganzer Außenaufzug am Haus daraus wird, muss laut einer Quelle mit 30.000 bis 50.000 Euro rechnen.

Modelle und Ausstattung

Lifta nennt als Ausstattung des Plattformlifts Auffahrrampen, Sicherheitsbügel, Sensoren und einen Notstopp; die Montage dauert laut Lifta wenige Stunden, und die Treppe braucht eine Mindestbreite. Bei Lifta heißt das gerade Modell PLG7, das kurvige PLK8 (Tragkraft bis 300 kg, Touch-Display mit Sprachausgabe), beide für innen und außen. Weigl führt DELTA für gerade Treppen, STRATOS NG für kurvige Treppen innen und außen sowie OMEGA für wenig Platz. Ganser Liftsysteme fertigt Plattformlifte nach Maß; TK Elevator bietet laut Prospekt Plattformlifte aus der Kooperation mit Ganser an. Euro-Preise veröffentlicht keiner dieser Anbieter. Lifta schreibt, gerade Treppen seien üblicherweise günstiger als kurvige; Preisfaktoren sind Länge und Verlauf der Schiene, Ausstattung und Montageaufwand.

Lifta beschreibt seine Hublifte als hydraulische Senkrechtlifte. Der PicoPorte hebt bis 1 Meter und trägt bis 300 Kilogramm. Der UnaPorte schafft bis zu 4 Meter Förderhöhe bei 385 Kilogramm Tragkraft, ohne Schacht. Beide gibt es für innen und außen, der Platzbedarf liegt bei etwa 2 Quadratmetern, der Antrieb braucht 230 Volt. Notstopp, Sicherheitsbügel mit Haltegriffen und Rückrollsperre gehören dazu. Weigl nennt den LIFTBOY nach eigener Angabe den preisgünstigsten Rollstuhllift, der sich innen und außen ohne Baumaßnahmen aufstellen lässt; der VITMAX AIR braucht weder Schacht noch Grube.

Was die Stadt Wien verlangt

Der Leitfaden der Baupolizei (MA 37) enthält drei Hinweise. Treppenschrägaufzüge mit Sitz sind nur für den Privatgebrauch geeignet. Für die barrierefreie Erschließung bestehender Gebäude, etwa bei Stufen in Hausfluren, kommen sie nur mit klappbarer Plattform in Frage; die Nennlast beträgt mindestens 300 Kilogramm, damit Rollstuhlfahrer befördert werden können. Und ein Treppenschrägaufzug ersetzt grundsätzlich weder einen Personenaufzug noch eine Rampe.

Das Wiener Aufzugsgesetz 2006 verlangt vor dem Bau eine Vorprüfung, nach dem Einbau eine Abnahmeprüfung durch einen Aufzugsprüfer und vor der Inbetriebnahme eine Anzeige bei der Behörde. Es kennt außerdem „Hebeeinrichtungen für Personen“ mit höchstens 0,15 Meter pro Sekunde Fahrgeschwindigkeit und zählt sie zu den Aufzügen; die Fahrgeschwindigkeit steht im Datenblatt. Bei mehr als 2,0 Metern Förderhöhe braucht der Lift einen Fahrkorb mit Türen an allen Zustiegsseiten, ausgenommen Hebeeinrichtungen für befugte und eingewiesene Menschen mit eingeschränkter Mobilität, sofern ein gleichwertiger Schutz gewährleistet ist. Der UnaPorte mit 4 Metern liegt über dieser Grenze; klären Sie Fahrkorb oder Ausnahme vor dem Kauf. Schreibt die Wiener Bauordnung in Ihrem Haus einen Personenaufzug vor, ersetzt ein Hublift ihn nicht. Für andere Bundesländer haben wir die Regeln nicht geprüft; fragen Sie die Baubehörde Ihrer Gemeinde.

Wann ein Plattformlift oder Hublift statt Sitzlift sinnvoll ist

  • Die Person bleibt im Rollstuhl sitzen, weil Umsteigen zu riskant oder zu anstrengend ist.
  • Die Treppe ist breit genug. Die Plattform braucht deutlich mehr Platz als ein Sitz, das muss der Anbieter beim Ausmessen prüfen.
  • Es geht um eine kurze Höhe vor dem Hauseingang, dann ist der Hublift oft die schlankere Lösung als eine Schiene über mehrere Stufen.
  • Mehrere Personen sollen die Treppe weiter nutzen. Bei einem Plattformlift bleibt sie im Ruhezustand frei, ein Hublift braucht dauerhaft eine Standfläche.

Kann die Person mit Hilfe auf einen Sitz wechseln, ist der Sitzlift fast immer deutlich günstiger. Die Gegenüberstellung finden Sie im Artikel zu den Treppenlift-Kosten in Österreich.

Förderung

Plattformlifte und Hebehilfen werden von mehreren Bundesländern ausdrücklich genannt, die Bedingungen unterscheiden sich stark. Kärnten zahlt zum Beispiel 50 Prozent von höchstens 12.000 Euro, also bis zu 6.000 Euro, für Treppenschrägaufzüge und fest verankerte Hebehilfen bei einem Geschoß. Dafür braucht es Pflegegeld ab Stufe 3 oder ein Facharztgutachten. Die Steiermark nennt Treppenschrägaufzüge und senkrechte Hebehilfen für höchstens ein Geschoß ausdrücklich und zahlt 30 Prozent, im Normalfall höchstens 9.000 Euro, das aber erst nach der Durchführung. Welche Regeln in Ihrem Bundesland gelten, steht in der Übersicht der Förderungen nach Bundesland.

Was Sie als Nächstes tun

  1. Rechnen Sie Ihren Fall im Treppenlift-Kostenrechner durch. Dort ist „Plattformlift“ schon gewählt, für die Hebebühne wählen Sie „Hublift“.
  2. Lassen Sie mindestens zwei Anbieter vor Ort messen. Fragen Sie nach der benötigten Treppenbreite und danach, ob Montage, Elektroanschluss und Abnahme im Preis stehen.
  3. Klären Sie die Förderung vor dem Auftrag, weil manche Länder nur vor Baubeginn zahlen.
  4. Nennen Sie das Gewicht von Rollstuhl und Person, damit die Nennlast passt, messen Sie Rollstuhlbreite und -länge, und lassen Sie Vermessung, Montage, Abnahmeprüfung und Anzeige einzeln aufführen. Lifta empfiehlt einen Wartungsvertrag; fragen Sie nach den Kosten pro Jahr.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Plattformlift und Hublift?

Der Plattformlift fährt auf einer Schiene schräg an der Treppe entlang, die Plattform klappt zum Befahren auf. Der Hublift hebt eine Plattform senkrecht an, etwa vor einer Eingangstreppe oder einem Absatz bis etwa 1,8 Meter Höhe.

Wann reicht ein Sitzlift nicht aus?

Wenn der Rollstuhl mitfahren muss, weil die Person nicht sicher vom Rollstuhl auf einen Sitz wechseln kann. Dann bleibt ein Plattformlift oder Hublift.

Wird ein Plattformlift gefördert?

Förderungen der Bundesländer nennen Treppenlifte, Schrägaufzüge und vertikale Hebehilfen häufig ausdrücklich. Die Höhe hängt vom Bundesland ab, in Kärnten sind es zum Beispiel bis zu 6.000 Euro für Treppenschrägaufzug oder Hebehilfe.

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Quellen und Prüfung

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle.