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Recht & Ausweise

Behindertenpass Vorteile: Ermäßigungen, Parkausweis, Steuer

Stand: Oktober 2026 Mit 4 Quellen

Kurz gesagt

Der Behindertenpass bringt die Fahrpreisermäßigung der ÖBB von 50 Prozent (ab Grad der Behinderung 70 Prozent oder mit passendem Eintrag), mit dem Eintrag zur Unzumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel den kostenlosen Parkausweis nach § 29b StVO und steuerliche Pauschbeträge von 124 bis 1.198 Euro im Jahr. Wer Pflegegeld bezieht, kann die Pauschbeträge nicht ansetzen. Stand: Oktober 2026.

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Ermäßigungen

Die ÖBB gewähren 50 Prozent Fahrpreisermäßigung ab einem Grad der Behinderung von 70 Prozent oder mit passendem Eintrag im Pass. Weitere Ermäßigungen hängen vom Anbieter ab, etwa bei Eintritten oder Verkehrsbetrieben. Fragen Sie dort nach.

Parkausweis nach § 29b StVO

Den Ausweis bekommen Sie, wenn im Behindertenpass der Eintrag „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung“ steht. Der Antrag läuft über das Sozialministeriumservice mit Formular und Passfoto und kostet nichts.

Steuer

Das Finanzministerium nennt für Menschen mit Behinderung jährliche Pauschbeträge nach dem Grad der Behinderung.

Grad der BehinderungPauschbetrag im Jahr
25 bis 34 Prozent124 Euro
35 bis 44 Prozent164 Euro
45 bis 54 Prozent401 Euro
55 bis 64 Prozent486 Euro
65 bis 74 Prozent599 Euro
75 bis 84 Prozent718 Euro
85 bis 94 Prozent837 Euro
ab 95 Prozent1.198 Euro

Wer ganzjährig Pflegegeld bezieht, kann den Pauschbetrag nicht ansetzen. Dann lassen sich Hilfsmittel und die Anpassung der Wohnung in tatsächlicher Höhe als außergewöhnliche Belastung absetzen, ohne Selbstbehalt. Für ein Kfz sind 190 Euro im Monat vorgesehen, wenn öffentliche Verkehrsmittel nicht zumutbar sind; alternativ Taxikosten bis 153 Euro im Monat. Die Steuer sinkt dadurch, ausgezahlt wird nichts, wer keine Einkommensteuer zahlt, hat keinen Vorteil. Das ist keine Steuerberatung; die Lohnsteuerhilfe oder ein Steuerberater klärt Ihren Fall.

Zugang zu Förderungen

In Wien und Salzburg ist der Pass ein Nachweis für die Landesförderung von Treppenlift und Badumbau. Der Unterstützungsfonds des Bundes (bis 6.000 Euro) verlangt einen Grad der Behinderung ab 50 Prozent. Der Überblick steht im Artikel Treppenlift Förderung Österreich.

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Häufige Fragen

Welche Steuervorteile bringt der Behindertenpass?

Der Pauschbetrag für Behinderung beträgt je nach Grad der Behinderung zwischen 124 Euro (25 bis 34 Prozent) und 1.198 Euro (ab 95 Prozent) im Jahr. Wer ganzjährig Pflegegeld bezieht, kann ihn nicht ansetzen; dann lassen sich Hilfsmittel und Heilbehandlung in tatsächlicher Höhe absetzen.

Wie bekomme ich den Parkausweis?

Voraussetzung ist der Behindertenpass mit dem Eintrag zur Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung. Den Antrag stellen Sie beim Sozialministeriumservice mit Formular und Passfoto, er ist kostenfrei.

Wie viel Ermäßigung gibt es bei den ÖBB?

50 Prozent, ab einem Grad der Behinderung von 70 Prozent oder mit einem entsprechenden Eintrag im Pass.

Gibt es einen Mobilitätszuschuss?

Er gehört nicht zum Pass, sondern ist Landessache. Gefunden haben wir ihn für Niederösterreich (Fahrten zur Arbeit bei berufstätigen Menschen mit Behinderung); fragen Sie bei Ihrem Land nach.

Kann der Pass bei Treppenlift oder Badumbau helfen?

In Wien und Salzburg gilt er neben dem Pflegegeld als Nachweis für die Landesförderung. Der Unterstützungsfonds des Bundes zahlt bis zu 6.000 Euro bei einem Grad der Behinderung ab 50 Prozent.

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Quellen und Prüfung

Zuletzt geprüft: Oktober 2026. Verbindlich ist immer die Auskunft der zuständigen Stelle.